Kaufen oder selbst bauen? Meist ist die Antwort: beides.
Jeder Einkaufsleiter kennt die Entscheidung. Standardsoftware kaufen — schnell, aber Ihre Prozesse müssen sich fügen. Selbst bauen lassen — passt genau, dauert aber und bindet Ihre IT. Die meisten Anbieter drängen Sie in eine der beiden Ecken, weil sie nur eine davon verkaufen können.
Wir verkaufen beides — und sagen Ihnen, welcher Teil bei Ihnen welcher ist.
Der nüchterne Vergleich
Ohne Schönfärberei in beide Richtungen. Beide Wege haben ihren Platz — nur nicht für dieselbe Aufgabe.
| Kriterium | Standard kaufen | Selbst bauen |
|---|---|---|
| Zeit bis zum ersten Ergebnis | Wochen | Monate bis Quartale |
| Passung auf Ihre Prozesse | Sie passen sich an | Exakt Ihr Prozess |
| Kosten im ersten Jahr | Kalkulierbar, laufend | Höher, einmalig |
| Kosten über fünf Jahre | Läuft weiter | Wartung statt Lizenz |
| Belastung Ihrer IT | Gering | Erheblich |
| Datenhaltung | Beim Anbieter | In Ihrer Umgebung |
| Abhängigkeit vom Anbieter | Hoch, wenn ohne Export | Gering, mit Dokumentation |
| Weiterentwicklung | Roadmap des Anbieters | Ihre Priorität, Ihr Budget |
Grün markiert den strukturellen Vorteil — nicht die für Sie richtige Wahl.
Die Trennlinie, die wirklich zählt
Nicht "kaufen oder bauen", sondern: Wo ist Ihr Problem ein gelöstes Problem — und wo ist es Ihr eigenes?
Kaufen, wenn es Analyse ist
Preisabweichungen finden, Lieferantenkonzentration sehen, Risiken überwachen, Lieferkettengesetz-Nachweise sammeln: gelöste Probleme. Diese Logik hundertfach nachzubauen ist verbrannte Zeit.
Bauen, wenn es Ihr Prozess ist
Ihre Freigabekette, Ihre Warengruppenlogik, Ihr Umgang mit Rahmenverträgen. Das steht in keinem Standardprodukt — und Standardprodukte zwingen Sie, es zu verbiegen.
Und bauen Sie dort, wo Sie schon zahlen
Microsoft 365, Power Automate, Ihr ERP: Lizenzen, die Sie bereits haben. Ein Agent darin ist kein zusätzliches System, kein zusätzlicher Login, kein zusätzlicher Ort für Ihre Daten.
Was Sie nie bauen sollten
Datenpflege und Normalisierung als Dauerprojekt. Das ist der Punkt, an dem interne Eigenbauten still sterben — meist nach dem Wechsel des einen Kollegen, der es verstanden hat.
Die Posten, die in der Kalkulation fehlen
Beide Wege haben Kosten, die im ersten Angebot nicht stehen. Fragen Sie danach — bei uns auch.
Beim Kaufen
Implementierungspauschale, Datenmigration, Nutzerstaffeln, Preisanpassungen bei Verlängerung, Kosten für den Export Ihrer eigenen Daten.
Beim Bauen
Der Kollege, der es gebaut hat und geht. Dokumentation, die niemand geschrieben hat. Anpassungen nach jedem ERP-Update.
Bei beidem
Die Monate, in denen niemand belastbar sagen kann, wo Ihr Geld verloren geht — der teuerste Posten von allen.
Deshalb beginnt bei uns jede Zusammenarbeit mit einem Festpreis-Proof-of-Value statt mit einem Jahresvertrag.
Was Einkaufsleiter uns dazu fragen
Sie verkaufen beides — sind Sie dann überhaupt neutral?
Nein, und wir behaupten es nicht. Der Unterschied: Wir verdienen an beiden Wegen, also müssen wir Sie nicht in einen hineinreden. Und in mehreren Fällen haben wir vom Bau abgeraten, weil ein Modul die Frage bereits beantwortet hat.
Unsere IT sagt, sie könnte das selbst bauen. Stimmt das?
Meistens ja — technisch. Die Frage ist, ob das der beste Einsatz der wenigen internen Entwicklertage ist und wer es in drei Jahren pflegt. Genau deshalb bauen wir Agenten auf Ihrer Umgebung und übergeben sie dokumentiert an Ihre IT.
Wie fangen wir an, ohne uns festzulegen?
Mit einem Export aus Ihrem ERP und einem Proof of Value zum Festpreis. Danach wissen Sie, welcher Teil Ihres Problems gekauft und welcher gebaut werden muss — auch wenn Sie sich für keinen von beiden entscheiden.
Klären wir es an Ihrem Fall.
Nennen Sie uns zwei bis drei Warengruppen und Ihre größte Reibung. Wir sagen Ihnen in zwanzig Minuten, was davon Modul ist und was Bau.